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Mit dem Elektroauto auf Reisen - Ein Erlebnisbericht

Mit dem Elektroauto auf Reisen - Ein Erlebnisbericht
von Stefan Kaufmann 3. Mai 2017 3130 Anzeigen 8 Kommentare

Hallo und Willkommen zu einem weiteren Eintrag in unserem E-Mobilitäts Blog! Seit dem letzten Eintrag ist einige Zeit vergangen da andere Projekte anstanden. Eines davon war der Wechsel von unserem Think City zu einem zweijährigen Renault ZOE. Obwohl ich mit Ladeinfrastruktur und E-Mobilität im allgemeinen sehr vetraut bin, werden durch die Nutzung des (der) ZOE neue Erfahrungen hinzukommen. In diesem Beitrag geht es um gemachte Erfahrungen & Erlebnisse für einen verlängerten Wochenendausflug nach Verona / Gardasee (IT). Und davon gab es eine ganze Menge!

Der Plan: Von Bremgarten (Kanton Aargau, Schweiz) nach Torri (IT) am Gardasee mit einem 2015er Renault ZOE Intens mit der 22kWh Batterie. Die Distanz von gut 400 km sollte dabei an einem Tag bewältigt werden.

Die Route: Bremgarten - Gotthardtunnel - Lugano - Como - Bergamo - Brescia - Torri (ca. 40km von Verona)

Ladehalte: Total 4 -> Raststätte Gotthard Nord bei Erstfeld (22kw), Raststätte Bellinzona Süd (22kW) - Como (11kW) - Brescia (22kW)

Hotel: Al Caminetta (gepflegtes 3-Sterne Hotel). Auf tel. Anfrage wurde uns gemeldet dass zumindest ein 16A Anschluss vorhanden sei. Wir hofften also die ZOE beim Hotel laden zu können.

Vorbereitung: Die Ladehalte wurden weitgehend mit den Angaben aus dem lemnet geplant. Für das Laden in Italien haben wir uns eine RFID Karte von Duferco Energia besorgt (mehr dazu weiter unten).

Ausrüstung: Als Navigationsmittel stand das Onboard-Navi des ZOE (DE-A-CH) zur Verfügung und ein altes nicht mehr ganz aktuelles TOM TOM One Gerät (mit Karten für Italien). Um an CEE Steckdosen laden zu können hatten wir zudem den NRGkick ausgelegt für max. mit 22kW Ladeleistung mit dabei.

Anreise: Es ging los an einem verregneten Morgen Ende April mit ca. 4° Aussentemperatur. Die erste Strecke (ca. 75km) bis zur Raststätte an der Nordseite des Gotthards verlief problemlos. Mit einiger Reserve steckten wir unseren NRGkick in die 22kW CEE Dose die vom Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) kostenlos bereitgestellt wird. Wir rechneten mit ca. 45 Minuten Ladezeit, also ideal für den Morgenkaffee! Die ZOE zeigte schon nach gut 40 Minuten einen Ladezustand von 99% an, genug also um die zweite Etappe nach Bellinzona anzugehen.

Laden mit 22kW an der Gotthard Raststätte Nord

Durch den Anstieg zum Gotthardtunnel stieg der Verbrauch natürlich an aber wir kamen immer noch mit einer angezeigten Reserve von gut 30km in Bellinzona bei der Raststätte an nachdem wir im ECO Mode gemütlich bei ca 95km/h die Leventina hinab gerollt sind. Zu unserer Überraschung war die Ladestation (ebenfalls durch EWA bereitgestellt) wegen Bauprofilen leider nicht zugänglich resp. abgesperrt.

Ladestation Marché Bellinzona Nord A2, abgesperrt wegen Bauprofilen!

Also war Plan B angezeigt: Entweder weiter zu einer 22kW Ladestation in der Nähe von Lugano oder eine 11kW Station in Bellinzona aufsuchen. Da wir etwas unsicher waren ob die verbleibende Energie den Ceneri hinauf bis nach Lugano reichen würde, entschieden wir uns für die zweite Variante. Die meisten der Typ2 11kW Stationen in Bellinzona werden durch RiparTI betrieben. Als Mitglied bei Park & Charge ging ich davon aus dass ich mit dem entsprechenden P&C Schlüssel Zugang bekomme. Ich meinte mich zu erinneren dass dies vor ein paar Jahren noch ging....Dem war leider nicht mehr so und die drei angesteuerten Säulen blieben uns trotz P&C Schlüssel verschlossen. Den Plan C hatten wir nicht vorbereitet, aber uns blieb nichts anders übrig als diesen zu aktivieren! Da auch die Raststätte Bellinzon Süd (Fahrtrichtung Nord) eine 22kW Station von den E-Werken Altdorf anbietet, war dies unser Plan C. Nach kurzer Suche entdeckten wir die Station und die ZOE nahm die 22kW Abgabeleistung mit Freude auf. Da es schon Mittag war, nutzten wir die Pause um auch unsere Energiereserven im Marché Restaurant aufzustocken.

Die Strecke bis Como war mit gut 60km relativ kurz. Die einzige Typ 2 Ladestation in Como liegt inmitten der Stadt in einem Parkhaus. Laden in ComoAlso der ideale Halt um einen richtigen Espresso zu trinken. Dank Navi fanden wir das Parkhaus auch ohne Umschweife. Ein netter Parkhausmitarbeiter lotste uns dann sogleich unaufgefordert zur Ladestation, gleich nach der Eingangsbarriere. Ein toller Service! Typ2 Kabel eingesteckt und los ging die 11kW Ladung. Obwohl es in Strömen regnete so waren wir von der schönen Altstadt Comos positiv überrascht. Dazu beigetragen hat sicher auch der wunderbare Espresso (er ist einfach besser als in der Schweiz) und die feinen Sachen die wir in einer Bäckerei vor Ort kosteten.

Espresseo made in Italy!

Gestärkt und mit einer Ladeanzeige von wiederum 99% ging es weiter via Bergamo nach Brescia. Alternativ wäre es auch möglich gewesen über die Autobahn nach Brescia zu gelangen, allerdings hätte dies einige Mehrkilometer bedeutet. Wir wollten zudem an diesem Freitag die Nähe Mailands vermeiden da wir Stau befürchteten. Unser Entscheid sollte nicht der Beste sein. Die Hauptstrasse war an diesem Abend stark befahren und vor Bergamo kamen wir dann in einen Stau der uns viel Zeit kostete. Eingeklemmt zwischen Verbrennern. Stau bei Bergamo.Zudem sah die Reichweitenanzeige nicht sehr rosig aus sodass Unsicherheit aufkam ob die verbleibende Kapazität noch bis Brescia reichen würde. In Bergamo hätte es die Möglichkeit gegeben beim Novotel zu laden, was auch gleichzeitig eine Übernachtungsmöglichkeit geboten hätte. Doch wirklich attraktiv war das nicht. Ich rechnete also nochmals durch ob es bis Brescia reicht und kam zum Schluss dass dies bei moderater Fahrweise eigentlich gelingen sollte. Nach ausgestandenem Stau ging es also weiter, jetzt auf der A4 Autostrada nach Brescia. Hier sollten wr dann zum ersten Mal unsere RFID Karte von Duferco Energia an einer 22kW Station bei IKEA einsetzen können. Zwischenzeitlich war es schon 20 Uhr als wir die Ausbahnausfahrt nahmen. Da unser Navi die IKEA Adresse nicht kannte, gab ich eine nahgelegene Strasse ein, in der Hoffnung die IKEA dann zu finden. Es stellte sich dann heraus, dass diese Strasse zwar nahe der IKEA lag aber uns nicht wirklich dorthin führte. Schon ging es gegen 21 Uhr zu und da IKEA Ihre Pforten dann schliesst würde wohl auch der Zugang zur Ladestation verschlossen sein. Schon etwas verzeifelt, kam uns aber dann das Smartphone zu Hilfe welches uns den Weg zum IKEA Shopping doch noch zeigte. Das IKEA-Gelände war riesig, weitere 10 Minuten verflossen bis wir die Säule fanden. Kurz nach 21 Uhr steckten wir mit einer Restanzeige von 18km ein, aber leider floss der Strom nicht in unsere ZOE. Die italienischen Anzeigen auf der Säule zeigten keine Fehler an, sodass es dann beim 4. Versuch doch noch klappte. Wir sind noch die einzig verbliebenen im Parkhaus.Hurrah, der Abend schien gerettet. Aber kamen wir auch wieder nach abgeschlossener Ladung aus dem Parkhaus? IKEA Mitarbeiter und Security Personal versicherten uns dann aber dass die Tore erst um 22:30 Uhr geschlossen würden.

Die Zeit wird knapp! Die Tore des IKEA Parkhauses schliessen bald...

Also gerade genug um unsere ZOE voll zu bekommen. Kurz nach 22 Uhr war es soweit, wir machten uns auf den Weg zur letzten Etappe von heute.

Bis Torri waren es ca 70km, also eigentlich problemlos für eine ZOE die beim Ausstecken 99% anzeigt. Nicht schlecht überrascht waren wir als auf der Autobahn aber die Restreichweite quasi im Minutentakt um 1km abnahm. Das schien uns eindeutig zuviel! Hmm, wie kam das? Wir nahmen das Tempo zurück und nach der Autobahnausfahrt und bei Tempo 50 stabilisierte sich dann auch die Reichweitenanzeige wieder. Trotzdem war die vorangegangene Anzeige schon etwas seltsam. Dem wollte ich bei Gelegenheit mal nachgehen. Es gab also rund um die ZOE noch viel zu entdecken. Kurz vor Mitternacht kamen wir beim familiär geführten Hotel Al Caminetto an. Und oh Wunder! Der Besitzer hatte vor wenigen Tagen zwei Typ 2 Ladestationen installieren lassen. Nach der Ladewüste rund um Brescia kam uns dies wie das Paradies vor. Es wurde eine sehr ruhige und entspannende Nacht mit tiefem Schlaf.

Die folgenden zwei Tage verbrachten wir rund um den Gardasee. Ein Aufladen erübrigte sich da wir nur kurze Strecken fuhren.

Links im Bild die Ladestation beim Hotel Al Caminetta. Ferien, auch für das Elektroauto :)

Unten das Schloss von Torri del Benaco am Gardasee von der Autofähre aus.

Rückreise: Um viele Erfahrungen von der Anreise reicher, war der Plan diesmal die Route über die A4 Autostrada zu nehmen und via Brescia (Ladehalt IKEA) und Milano (Ladehalt nordöstlich Milano wiederum bei IKEA) nach Lugano (Ladehalt) zu gelangen. Aber auch diesmal hatte die Reise einige Überraschungen bereit. Die Ladestation bei IKEA Brescia die uns vor drei Tagen noch freundlich gesinnt war, wollte uns an diesem Sonntag keinen Strom mehr liefern. Auch mit der von IKEA freundlicherweise zur Verfügung gestellten Ladekarte wollte die Ladung nicht starten. Also hiess es erstmal Kaffee trinken und einen Plan B erstellen. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet...Die nächste Lademöglichkeit war in Bergamo beim NH Hotel. Reichweitentechnsich sollte dies noch knapp reichen. Also hiess es wieder Tempo drosseln und mit 90 km/h über die Autobahn nach Bergamo. Wie sehr waren wir erfreut als wir nach 15 Minuten Parkplatz-Such-Orgie (unser Navi kannte die NH Adresse leider nicht...) die Ladestation im NH Parkhaus fanden. Der 400V / 32A / 22kW CEE Stecker leuchtete uns schon entgegen.

Ladedosen beim NH Hotel in Bergamo

Voller Freude steckten wir den NRGkick Lader ein und...NICHTS! Nein! Nach Inspektion des Anschlusses schien etwas mit der Sicherung nicht mehr in Ordnung zu sein. Also schraubten wir diese heraus und vertauschten die eingebauten Sicherungen an der Dose und siehe da, der NRGkick erwachte zum Leben. Leider war dies jedoch nicht die Lösung denn die ZOE akzeptierte dies nicht. Es schien dass eben doch eine der drei verbauten Sicherungen durch war und so eine Ladung verunmöglicht wurde. Also steckten wir vorerst mal an der blauen 1 phasigen 16A Dose an. Auch wenn der Strom hier floss, so war an ein schnelles Weiterkommen nicht zu denken. Wir entschieden uns die Ladestation in Milano anzusteuern sobald wir die nötige Reichweite dazu hatten. Nach 15 Uhr ging es dann weiter.

Die IKEA im Nordosten Mailands war einfach zu finden. Nicht aber die Ladestation. Schlussendlich aber wurden wir fündig. Marketingtechnisch korrekt war diese sehr nahe am Eingang positioniert. Obwohl die Ladestation im Duferco Netzwerk gelistet ist, so startete die Ladung auch ohne RFID Karte. 1Stunde später mit wiederum Anzeige 99% SOC ging es weiter Richtung Lugano.

Laden bei IKEA in Mailand (Nordost) - diesmal ohne RFID Karte!

Reichweitentechnsich eigentlich kein Thema, denn es lagen nur gut 80km vor uns. Einige Kilometer vor Como fragten wir uns aber doch ob dies bis Lugano reichen würde, denn es gab noch den einen oder anderen Anstieg. Zudem steuerten wir die eingeplante 22kW Station bei der Emil Frey Garage in Lugano-Süd zum ersten Mal an. Wie bereits einmal beobachtet sackte die Reichweitenanzeige auch diesmal ziemlich schnell zusammen. Also gingen wir auf Nummer sicher uns steuerten wiederum die Station in Como an. Das hatte den Vorteil dass wir noch einmal so richtig gute hausgemachte Tortellini geniessen konnten. Nächster Ladehalt war dann wiederum Belinzona Süd. Hier wollten wir voll geladen losfahren damit wir etwas Reserve für die Gotthard Route bis zur Ladestation in Stalvedro (Gotthard Südportal) hatten. Wir warteten also die 99% Anzeige ab und los gings. Wir kamen mit ca. 16km Restreichweitenanzeige an, obwohl wir sehr moderat und mit ca. 90km/h die Gotthard Rampe fuhren. Ich nahm mir vor als nächstes mal einen ausgiebigen Reichweitentest zu machen. Die gemachten Erfahrungen nach Fahrzeugübernahme zeigten doch eigentlich ein viel besseres Bild...? Es blieb aber wenig Zeit sich hierzu allzu viele Gedanken zu machen denn die GoFast Ladestation in Stalvedro leistet 43kW und so war die ZOE nach 25 Minuten wieder bei 99% Ladezustandsanzeige angekommen. Dies reichte dann aus um in einem Rutsch bis nach Hause (120km) mit Ankunft um 01.00 Uhr zu fahren. Müde fielen wir ins Bett, natürlich nicht ohne die ZOE vorher mit etwas Batterie-Nahrung zu versorgen.

Fazit

Es war eine eindrückliche Erfahrung in vieler Hinsicht. Zum einen war das Fahren mit der ZOE wirklich angenehm, das Auto gefällt auch auf längeren Distanzen. Zum Anderen war die Ladetechnik am Fahrzeug einfach zu handhaben und zeigte sich zuverlässig. Ebenso eindrücklich aber auch die Problematik rund um die Ladeinfrastruktur. Klar, mit etwas mehr Erfahrung wäre es durchaus möglich gewesen das eine oder andere Problem zu vermeiden. Aber so richtig überzeugt hat es nicht. Zu oft waren die Ladestationen schwierig zu finden, fielen aus oder wiesen technische Hürden auf. Die Reise zeigte auch auch auf wie weit Tesla die Nase vorne hat. Nicht nur bei der Reichweite, aber eben auch bezüglich Ladeinfrastruktur (Super Charger für die Reise, Destination Charge am Zielort). Kommentare, auch zu euren eigenen Reiseerfahrungen, sind sehr willkommen!

Die Ladeinfrastruktur der Schweiz wird übrigens Thema eines nächsten Berichts hier auf unserem Blog sein. Ich bin gespannt welche Erkenntnisse ich dabei gewinne und vor allem welche Anbieter und Netze hier die Nase vorn haben.

Edit: 15. Mai 2017

Zwischenzeitlich habe ich mich mit einigen der im Beitrag angesprochenen Probleme noch eingehender beschäftigt.
(alle Angaben ohne Gewähr und gemäss meinem Verständnis)

Reichweitenanzeige des ZOE: Diese basiert auf den Fahrdaten seit der letzten Zurücksetzung des Bordcomputers/Trip Reports. War also aufgrund grosser Steigungen der Verbrauch auf den letzten Fahrten hoch, so hat dies direkte Auswirkungen auf die Reichweitenanzeige. Ein Zurücksetzen lohnt sich also, allerdings ist dann die Anzeige eher unstabil da in diesem Falle der Computer noch wenig Erfahrungswerte kennt...

Ladeanzeige ZOE: Werden 99% angezeigt so heisst dies noch lange nicht dass die Batterie zu 99% geladen ist. Der Wert basiert wohl u.a. auf der aktuellen Spannung. Da diese während eines Schnell-Ladevorgangs etwas erhöht ist, werden die 99% erreicht auch wenn die Batterie diesen Wert noch nicht erreicht hat. Gut möglich dass die Batterie auch erst zu ca. 90% geladen ist...Wird also die volle Kapazität bis zum nächsten Ladeort benötigt, lieber die ZOE noch etwas angesteckt lassen.

Ladeinfrastruktur Italien: Wie erwähnt habe ich mit dem lemnet-Ladeverzeichnis geplant. Auch einen Blick auf das Verzeichnis bei goingelectric.de habe ich geworfen. Leider ist mir dabei nicht aufgefallen dass es um Brescia ein relativ gut ausgebautes Netz an Ladesäulen des Anbieter "e-moving" gibt. Wie es jedoch ausschaut sind die Ladestationen nur über eine RFID Karte zu aktivieren. Dies hätte bedeutet dass wir eine solche Karte hätten bestellen müssen (Formular ausfüllen, Banküberweisung, Post abwarten....).

Peer Haupt 14. Mai 2017 um 18:54
Nun bei meiner letzten Ferienreise im Sommer 2016 nach Dubrovnik in Kroatien, nahm ich einen Kia Soul EV und war absolut zufrieden mit mehrmals über 200 km Reichweite. Bei der Planung habe ich alle 150 km einen Ladepunkt davor und danach heraus gesucht und dann bei der effektiven Fahrt spontan entschieden welcher Punkt nun angefahren wurde. Nicht funktionierende Infrastruktur gab es nur in zwei Ländern und da war Deutschland der absolute Super Gau aber auch da gab es Alternative Möglichkeiten gegenüber dem Plan. 50 kW CHAdeMO war mein Wunsch welcher auch meistens funktionierte, erst in Kroatien gegen den Süden war dies nicht mehr möglich und wir hatten eine Super tolle Reise auch wenn es einmal mit 6,6 kW oder noch weniger laden musste. Meistens konnten wir dies einfach in unserer Reise integrieren, so da ich nur einmal mitten in der Nacht bei einem Nobelhotel an der Rezeption betteln musste weil es anders nicht aufging.
Stefan Kaufmann 15. Mai 2017 um 12:19
Danke Peer für deinen Kommentar! Schön zu hören dass es gut geklappt hat auf deiner Reise. Wir hatten punktuell wohl auch etwas Pech. Umso schöner war es als unser Hotel mit einer 22kW AC-Ladestation aufwartete.
Hansruedi Würsch 15. Mai 2017 um 07:47
Hallo Stefan, Willkommen in der realen Welt der Langstrecken E-Mobilisten.
Meine Frage an Wave Support Kollege aus Milano: Wie komme ich mit einer Zoe durch Italien: Gar nicht, aber wir arbeiten zügig daran, bestätigt sich an deinem Bericht.
Gruss Hansruedi emq
Stefan Kaufmann 15. Mai 2017 um 13:34
Hallo Hansruedi, Danke für das Willkommen! Ich bin gespannt wie die nächste Reise aussehen wird. Gerne würde ich mal in das Piemont fahren. Vielleicht im Juni? Kulinarisches in Italien entschädigt immer mal wieder für eine längere Ladepause...
Thomas Bollinger 7. April 2018 um 17:33
Herzlichen Dank für den Bericht. Da ich Mitte Mai nach Turin/Genua/Nizza und wieder nach Hause möchte, würde es mich freuen, wenn jemand schreiben würde, mit welchem Anbieter man am besten in dieser Region/Regionen lädt. Ich habe einen BMW I3 (seit einem Monat, und noch keine Ladeerfahrung ausserhalb meiner Garage). Herzlichen Dank.
Stefan Kaufmann 18. April 2018 um 17:52
Hallo Thomas, In Italien gibt es vor allem zwei grössere Anbieter die flächendeckend Ladestrom anbieten: Enel (https://www.eneldrive.it/) und Duferco Energia (https://mobility.dufercoenergia.com/). Duferco kann ich empfehlen, die Ladekarte kann online bestellt werden, der Support ist gut und erreichbar. Sie bieten vor allem 22kW AC-Stationen an. Enel habe ich nicht getestet , das Anmeldeverfahren scheint jedoch für Ausländer etwas komplizierter zu sein als bei Duferco. Die Preise sind bei beiden recht hoch. Es gibt auch ein paar Anbieter die in den jeweiligen Städten präsent sind, als Reisender jedoch kaum von Nutzen. Route220 betreibt noch einige Stationen in Turin. Diese sind auch mit dem plugsurfing Schlüssel freischaltbar. In Frankreich ist vor allem Sodretel stark. Entlang der Autobahn gibt es so alle 100km eine Schnellladestation (AC/CCS/CHAdeMO). Allerdings recht teuer - vor allem wenn ein Roaminganbieter wie plugsurfing oder New Motion verwendet wird. Meine Empfehlung: Für Italien: Duferco, für den Rest der Reise plugsurfing oder New Motion. Für DE/CH wäre Maingau noch eine günstige Alternative (5ct/Min).
Gute Fahrt!
Thomas Bollinger 30. April 2018 um 13:12
Hallo Stefan - ganz herzlichen Dank für Deine Informationen. Ich habe mich jetzt bei Duferco, Plugsurfing und Maingau angemeldet. Ausserdem habe ich meine Reise so geplant, dass ich überall eine Chance auf Aufladen haben sollte. Allerdings ist die Strecke Iselle (Aabfahrt Lötschberg Autoverlad) bis Stresa "Wasteland" (ausser für Tesla), genau so wie Cinqueterre. Da werde ich kreativ sein müssen. Gerne berichte ich dann mal, wie es war (Ende Mai).
Thomas Bollinger 4. Mai 2018 um 17:05
Und hier noch ein Update zu ENEL - seit heute gibt es eine touristentaugliche App: "Enel X Recharge, disponibile gratuitamente su tutti gli store Android e iOS."
Registration ist in 10 (aber nicht in 3) Minuten erledigt und man braucht neu auch keine italienische Steuernummer mehr, wenn man nicht in Italien den Wohnsitz hat.
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