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Die Tesla Model X Tour

Die Tesla Model X Tour
von Stefan Kaufmann 5. September 2018 2758 Anzeigen Keine Kommentare

Willkommen zu einem neuen Blog-Eintrag auf ev.zone! Diesmal ein kurzer Reisebericht zu einer interessanten 5-tägigen Tesla Model X Tour. Unternommen habe ich die Tour mit fünf Mitreisenden in einem gemieteten Model X. Wie immer freue ich mich über Kommentare.

Die Tour

Unternommen haben wir die Reise mit vier Verwandten aus Fernost die aktuell Ihre Ferien in Europa verbringen. Geplant wurde die Reise durch meine Frau und mich was dazu führte, dass wir nebenbei auch die Reiseleitung inne hatten. Um das Model X zum gewünschten Zeitpunkt auch zur Verfügung zu haben, wurde es auf der Schweizer Car-Sharing Plattform sharoo.com frühzeitig gebucht. Der Plan sah ein gemütliches Fahren mit Zwischenhalten an interessanten (kulinarischen) Orten vor. Jeweils mit durchschnittlichen Tagesstrecken von ca. 200km.

Tag 1: Zürich – Grindelwald
Tag 2: Grindelwald – Gstaad - Col del la Croix – Evian les Bains
Tag 3: Evian les Bains – Grosser Sankt Bernhard Passhöhe – Aosta – St. Vincent (Aostatal)
Tag 4: St. Vincent – Biella – Lugano
Tag 5: Lugano - San Bernardino Passhöhe – Zürich

Gefahrene Distanz: 1073km

Laden:
Grindelwald (öffentliche MOVE Station – geladen mit Maingau Karte)
Evian les Bains (öffentliche Ladesäule von SYANE – geladen mit Chargemap Karte)
Relais du St. Bernard, Aosta, Melide, Maienfeld (alle SuC)


Die Tesla Erfahrung

Als EV-Enthusiast habe ich bislang schon einige verschiedene Elektroautos gefahren. Auch war es nicht das erste Mal in einem Modell von Tesla. Allerdings ermöglichte mir diese Tour erstmals ein Model X über mehrere Tage zu fahren. Ich nehme das Fazit vorweg: So oder ähnlich dürfte meiner Einschätzung nach E-Mobilität in einigen Jahren aussehen. Und ja, es hat sehr viel Spass gemacht schon heute diese Zukunft kennenzulernen. Damit meine ich nicht die Fahrzeuggrösse, sondern das unkomplizierte Laden (Fahrzeugerkennung), die flächendeckende schnelle Ladeinfrastruktur (Supercharger) und ein Fahrzeug inkl. Navigation das mit durchdachten Funktionen für den Elektro-Fahrbetrieb ausgestattet ist. Werden diese Faktoren vereint, ergibt sich ein sehr entspanntes Fahren was eben bislang nur Tesla auf der Langstrecke bieten kann.

In den 5 Tagen konnte ich nicht alle Funktionen austesten, dafür war ich viel zu beschäftigt mit der Reiseleitung. Gerne erwähne ich jedoch einige gebliebene Eindrücke.


Reichweite/Laden/Navigation

Zum entspannten Fahren trägt sicher die gute Reichweite bei, jedoch nicht nur. Es ist vielmehr die Sicherheit bei Ankunft auf eine funktionierende und freie Lademöglichkeit zu treffen. Das Navi im Tesla unterstützt dabei entsprechend gut und meldet die die Auslastung der Supercharger, sowie der zu erwartende State of Charge (SOC) bei Ankunft. Es ist kein Smartphone, keine RFID Karte und keine App nötig um von A nach B zu kommen

Durch die verfügbare Batteriekapazität (Model X mit 90kWh) reichte es uns jeweils mit eingestelltem Ladelimit von 80% zu laden. Das reichte selbst bei voller Beladung mit 6 Personen inklusive Gepäck und Passüberquerung für die Tagesstrecke problemlos. Sollte die Destination doch mal ausserhalb der Reichweite liegen, so zeigt das Auto-Navi an, mit wie vielen Minuten am nächsten Supercharger zu rechnen ist um das Ziel mit komfortabler Reserve von gut 20% zu erreichen. Sehr praktisch!

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Insgesamt hat die Bedienung für die Navigation (Google Maps) am Tablet sehr viel Freude bereitet auch wenn die Ansteuerung einer bestimmten Funktion evtl. einen Klick mehr als bei herkömmlichen Tasten und Schaltern nötig macht. Die wichtigsten Funktionen sind jedoch auch über das Einstellmöglichkeiten am Lenkrad erreichbar.

Noch ein Wort zur Rekuperation: Ich empfand diese in der Einstellung „Standard“ als sehr clever ausbalanciert. Fast so, als sei die Stärke auch abhängig von der aktuellen Geschwindigkeit. Vielleicht weiss zur Funktionsweise ein erfahrener Tesla Fahrer etwas mehr? Das Bremspedal bekam so fast kaum Arbeit und entsprechend sanft gestaltete sich das Entschleunigen. Gut gelöst!

Bild: Supercharging in Aosta. Nicht immer waren wir an den SuC allein.

Technik, Ausstattung, Platzangebot

Das Model X bietet reichlich Stauraum, unter anderem auch Dank dem Frunk unter der Fronthaube.

Bei Nutzung der zweiten Rückbank finden bis zu 7 Personen Platz. Das Platzangebot ist dort nicht gerade üppig, aber für nicht allzu gross gewachsene Personen eine vollwertige Mitfahrgelegenheit. Die grosszügigen Platzverhältnisse haben aber auch einen Nachteil, nämlich dann, wenn man sich auf engen Strassen z.B. im Hinterland von Norditalien oder an den steilen Hängen des Lago Maggiore bewegen muss. Gut hat das Auto genügend Sensoren und zeigt die verbleibende Distanz zu Hindernissen zuverlässig an!

Bild: Grössenvergleich Fiat Panda - Model X

Gut gelungen ist ebenfalls das Panoramadach. Dieses macht den Innenraum noch geräumiger als er ohnehin schon ist. Es eröffnet zudem einen guten Blick nach oben.

Die Falcon Wing Türen haben tadellos funktioniert und bieten einen ausgezeichneten Ein-Aussteige-Komfort inkl. Wetterschutz. Apropo Wetter: Die Heizung/Klimaanlage konnten wir unter verschiedensten Bedingungen testen, so z.B. als wir uns mit nassen Kleidern in den Wagen setzten. Die Scheiben blieben aber trotzdem klar. Beim meiner ZOE hätte da wohl ein anderes Bild ergeben.

Die Verarbeitung empfand ich insgesamt als gut. Punktuell sind sicher noch Verbesserungen möglich.


Sharoo

Dies war die dritte Automiete bei Sharoo und einmal mehr gestaltete sich dies als sehr problemlos. Alles was es braucht ist eine Registrierung als Mitglied (kostenlos) und die sharoo App. Ein nicht unwesentlicher Anteil zur "user experience" bei der Fahrzeugmiete trägt auch der Fahrzeug-Vermieter bei. Dieser war sehr freundlich, angenehm und kompetent. Offene Fragen wurden schnell und unkompliziert beantwortet. Sehr empfehlenswert! Weitere Information zum Angebot gibt es hier.

Insgesamt machte die Reise Lust auf mehr. Vielleicht mit einem Model 3? Zum Abschluss noch ein paar Impressionen.

Abendstimmung in Grindelwald mit Eiger im Hintergrund.


Fast schon ein Ritual bei Ankunft in Italien. Ein wirklich guter Espresso!

Im Aostatal - schönes Bergdorf, schöner Tesla

Supercharging. Einfach. Schön. Schnell.

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