Ladetipps

Die Bezahlung

Am weitesten verbreitet ist die Bezahlung über einen E-Mobility Provider (EMP). Mit einer Zugangskarte (RFID Karte) oder der App des Anbieters wird die Ladestation freigeschaltet und nach Beendigung die Ladung abgerechnet. In der Regel reicht es heute aus, wenn man 2-3 Ladekarten verschiedener Anbieter mit sich führt um flächendeckend Laden zu können. Da man sich bei dieser Lösung bei einem Provider registrieren muss, gelten solche Zugangssysteme als nicht „barrierefrei“. Neu installierte Ladesäulen müssen daher aufgrund der in Deutschland geltenden Ladesäulenverordnung, immer auch ein barrierefreies Zugangssystem anbieten.

Die gängiste Art barrierefrei zu bezahlen, ist die Nutzung des an der Ladesäule angebrachten QR-Codes. Dieser wird mit dem eigenen Smartphone gescannt und man landet auf einer Authentifizierungs- resp. Bezahlseite im Internet. Bezahlt wird dann üblicherweise per Kreditkarte oder Paypal. (Reisen, Ausland, Roaming!)

Weitere Möglichkeiten sind die Bezahlung via SMS, wobei der Rechnungsbetrag über den Mobilfunkvertrag abgerechnet wird. Debit-/Kreditkarte mit entsprechenden Kartenslots sind selten anzutreffen. Ebenso NFC-fähige Ladesäulen.

Spezialfall Tesla
Wer einen Tesla fährt hat es bei Nutzung der Tesla Supercharger (SuC) oft einfacher als Fahrer anderer Marken. Das Tesla Navi kennt alle SuC und gibt auch gleich deren Auslastung an. Ist ein Fahrziel eingegeben, errechnet das Navi auch gleich die zu erwartende Ladezeit. Angesteckt am SuC identifiziert sich das Fahrzeug mit der Ladesäule und beginnt mit bis zu 120kW zu laden. Abgerechnet wird dann über den Nutzeraccount bei Tesla. Die Fahrzeugidentifizierung an der Ladesäule könnte sich in einigen Jahren auch auch an nicht-Tesla Ladepunkten durchsetzen.

Ladeplatz zugeparkt: Immer wieder kommt es vor, dass Ladesäulen von Verbrenner-Fahrzeugen zuparkiert werden. Das ist unschön und wird zwischenzeitlich vielerorts von Ordnungshütern mit Geldbussen belegt. Ist der Sünder selbst vor Ort, so sprich diesen höflich auf sein Fehlverhalten an. Es ist durchaus möglich, dass der Falschparkierer sich dem Fehlverhalten in der Hektik des Alltags nicht bewusst war. In der Zwischenzeit werden öffentliche Ladeplätze hingegen oftmals farblich gut markiert und entsprechend beschildert. Entsprechend geringer ist das Risiko, dass ein Ladeplatz mit einem nicht-ladenden Auto/Verbrenner besetzt ist.

Ladeplatz = Parkplatz?

Tesla am nicht-laden

Jein. Ladestandplätze sollten wenn immer möglich nach beendigter Ladung wieder freigegeben werden. Nichts ist ärgerlicher als dass bereits ein EV an der Ladesäule angeschlossen ist, jedoch nicht mehr lädt. Ausgenommen davon sind Ladepunkte z.B. in Hotels, Shopping-Center oder einem Kino. Denn da kann nicht erwartet werden dass man mitten in der Nacht oder in der Kinopause den Platz räumt. Trotzdem sollte wenn möglich Rücksicht genommen werden. Ist eine Ladung bei 80% Ladezustand wirklich nötig? Oder reicht es vielleicht auch wenn ich das Auto nach Ankunft ca. 2-3 Std. lade und danach umstelle und so den Ladeplatz wieder freigebe?

Erstaunlich oft trifft man auch auf E-Autos, die ohne zu laden einfach auf Ladeplätzen abgestellt werden. Auch dies ist natürlich nicht im Sinn der Sache für andere Nutzer sehr ärgerlich.

Effizientes Laden

Oft wird angeführt, das Laden eines Elektroautos brauche zu viel Zeit. Dem ist in den meisten Fällen nicht so. Denn geladen wird wenn möglich immer dann, wenn die Ladezeit für eine andere Tätigkeit genutzt werden kann. Z.B. beim Einkaufen, Arbeiten, Essen, Pausieren, wenn auf Besuch usw. Die Fahrt zur geruchsbelasteten Tanke entfällt also. Das Einstecken/Ausstecken/Authentifizieren dauert in der Regel keine Minute. Lädt man zuhause geht es noch schneller.

Wer sein Auto auf längeren Strecken mit Ladestopps nur auf einen Ladezustand (SoC) von jeweils ca. 80% auflädt, kann seine Reisezeit verkürzen. Da die Ladegeschwindigkeit ab ca. 80% SoC stark abnimmt, lohnt es sich meistens nicht das Ladeende abzuwarten.
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