Sicherheit von Elektroautos

Elektrofahrzeuge der M1 PKW Klasse weisen dieselben Sicherheitsausstattungen (ABS, ESP, Airbags, usw.) wie herkömmliche Fahrzeuge aus. Da die Fahrbatterie in der Regel im Fahrzeugboden untergebracht wird, bietet dies aufgrund des tiefen Fahrzeugschwerpunktes Vorteile bei den dynamischen Fahreigenschaften (z.B. Kurvenverhalten). Viel öfter wird jedoch das Thema Sicherheit in Verbindung mit Akkubränden gebracht. Beim näheren Hinsehen sind solche Medienartikel jedoch oft ungenügend recherchiert und geben ein verzerrtes oder in den schlimmsten Fällen ein falsches Bild ab.1

Brandsicherheit von Elektrofahrzeugen
In der Branche und bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gelten 90 Fahrzeugbrände pro einer Milliarde gefahrenen Kilometer als normal. Bis Mitte 2017 brannten in den USA insgesmat 6 Tesla Model S. Insgesamt hatten alle US-Model S zusammen insgesamt über 3 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Das entspricht 2 Fahrzeugbränden pro Milliarde Kilometer. Im Vergleich dazu:
2015 wurden in den USA von Autos in den USA 3100 Milliarden Kilometer zurückgelegt. 2

2010 brannten in den USA 135‘000 Autos. 2005 waren es noch 190‘000. 3

Geht man von einem gleichen positiven Trend aus, wären es 2015 noch etwa 80‘000 Fahrzeugbrände gewesen. Würde mit konservativen 50‘000 Bränden gerechnet, ergäbe dies bei den gefahrenen Kilometern 16 Brände pro Milliarde Kilometer. Also deutlich mehr im Vergleich zu den in Bränden involvierten Teslas. Natürlich muss man dies aufgrund der Datenlage statistisch relativieren, aber die Ausgangslage für Elektroautos ist denkbar günstig. Wieso ist dem so? Neben einem tiefen Fahrzeugschwerpunkt (weniger anfällig für Überschläge mit anschliessendem Feuer) ist auch die Gefahr von auslaufenden Kraftstoffen die andere Fahrzeuge oder die Umgebung entzünden könnten, geringer. Es brennt seltener, der Brand entwickelt sich langsamer und und das Risiko für die Umgebung ist geringer.

Wenn Fahrzeug-Akkus brennen, sind solche Brände zwar mit Wasser allein schwieriger zu löschen. Ist die Feuerwehr jedoch vorbereitet und enthält die Löschflüssigkeit chemische Zusätze, so geht die Löschung genauso unproblematisch wie beim Löschen von Diesel/Benzin Bränden. Auf die Beimengung von chemischen Zusätzen wird aus Umweltgründen oftmals verzichtet und man lässt das Fahrzeug kontrolliert abbrennen. Denn das Fahrzeug ist dem Moment wo es Feuer fängt zumeist ein Totalschaden. Teslas brennen so gemessen 45 Mal weniger oft wie Verbrenner. 4

1 http://www.alainveuve.ch/tesla-und-der-brennende-journalismus/

2 https://www.fhwa.dot.gov/pressroom/fhwa1704.cfm

3 https://www.nfpa.org/-/media/Files/News-and-Research/Fire-statistics/Vehicles/osautomobilefires.ashx?la=en

4 https://autorevue.at/ratgeber/statistik-brennen-elektroautos

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